Sanssouci

Die Geburtsstunde des wunderbaren Ensembles der Schlösser und Gärten von Sanssouci war am 5. April 1744, als Friedrich II. Order erteilte, den »Wüsten Berg« nordwestlich vor der Stadt, auf dem Friedrich Wilhelm I. bereits 1725 einen Küchengarten hatte anlegen lassen, zu einem Weinberg zu gestalten. Schon 1745 wurde mit dem Bau des Sommerschlosses begonnen, 1747 folgte die Orangerie, ab 1751 die Neptungrotte sowie ab 1753 die Bildergalerie, allesamt ge¬plant von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, der wahrscheinlich auch die Gärten entwarf. Im 19. Jh. war es Friedrich Wilhelm IV., der weite Teile des Geländes von Peter Joseph Lenn6 zum land¬schaftsnahen Park umgestalten bzw. neu – wie den Park Charlotten¬hof oder den Marlygarten – anlegen ließ und ihm die heutige Anord¬nung gab: Im Norden der von Ost nach West verlaufenden, 2,3 km langen Hauptallee liegt der Lustgarten, im Süden schließen sich der Rehgarten (bis zum Ökonomieweg) sowie der Park Charlottenhof an. Insgesamt 60 km Wege durchziehen den Park.

Schloss Sanssouci
Zum Schloss gelangt man entweder durch den Park oder per Bus 695 bzw. Auto zur Historischen Mühle (Parkplätze).
Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff verwendete zur Planung des Schlosses viele vom König höchstselbst angefertigte Skizzen. Bereits am 1. Mai 1747 konnte das Schloss eingeweiht werden, das mit Ne¬bengebäuden und Gärten als Hauptwerk des Architekten und als charakteristisches Beispiel für das friderizianische Rokoko gilt. Der Name »sans souci« (franz. = ohne Sorgen) zeigt, dass sich Friedrich II. hier zurückziehen wollte, was auch die für ein Königsschloss sehr geringe Zahl von zwölf Zim¬mern belegt. In der Längs¬achse wurden 1841/1842 durch Persius kurze, etwas zurückgesetzte Seitenflügel angefügt. Die Schauseitc des Schlosses blickt in den Park, in den eine Freitreppe über sechs geschwungene Wein¬bergterrassen hinabführt; der Fassadenschmuck – Hermen¬pilaster mit Bacchantinnen und Bacchanten – stammt von Friedrich Christian Glu- me. Auf der Ostseite der Ter¬rasse befindet sich das Grab Friedrichs des Großen. Be- reits im Jahr 1744 hatte er des Großen bestimmt, dass er in Sans¬souci neben seinen Wind¬spielen begraben werden wolle. An seinem 205. Todes¬tag, dem 17. August 1991, wurden seine sterblichen Überreste nach langer Odys¬see schließlich hier unter ei¬ner einfachen Grabplatte bei¬gesetzt.
Die Ausstattung der Innen- räume gehört zu den gelun¬gensten des Rokoko. Haupt¬verantwortlich waren neben Knobelsdorff Johann August Nahl und Johann Hoppen- haupt d. Ä.
Über das Vestibül gelangt man in die Kleine Galerie, in der Antiken aus der 1742 an¬gekauften Sammlung des Kardinals Polignac sowie Ge¬mälde Watteaus zu sehen sind. Die königlichen Wohn- räume beginnen mit dem Audienzzimmer, dessen De¬ckengemälde »Zephir be¬kränzt Flora« Antoine Pesne schuf. Der kunsthistorisch bedeutsamste und zugleich persön¬lichste Raum ist die mit Zedern¬holz getäfelte kreisrunde Bibliothek mit vier Wandschränken für die 2000 Bücher des Königs. Das an¬schließende Arbeits-, Schlaf- und Wohnzimmer ließ bereits im To¬desjahr Friedrichs des Großen 1786 sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. klassizistisch umgestalten. Der Sterbestuhl Friedrichs und sein Schreibtisch wurden von neuem hier aufgestellt. Das Konzertzimmer schwelgt in spielerischem Rokoko. Hier gab der kunstsinnige König, ein begabter Querflötenspieler und Komponist, viele Konzerte. Die Wandbilder nach den »Metamorphosen« von Ovid stammen ebenfalls von Pesne. Den Mittelpunkt des Schlosses bildet der ovale Marmorsaal, in dem u. a. die berühmten Tafelrunden Friedrichs stattfanden. Der westliche Flügel beherbergt einheitliche Gästezimmer; im vierten erinnert eine Büste an einen berühmten Gast am preußischen Hof, der genau diesen Raum allerdings nie be¬wohnt hat: der französische Philosoph Voltaire.
Zwei einander ähnliche Gebäude flankieren das Schloss. Die Neuen Kammern westlich waren ab 1747 nach Entwürfen von Knobelsdorff als Orangerie erbaut worden und wurden 1771 durch Unger zum Gästehaus umgestaltet, indem er aus den einst sieben großen Räu¬men vier reich verzierte Festsäle und sieben Kavalierswohnungen machte. Am schönsten sind der Jaspissaal und die Ovidgalerie (Öff¬nungszeiten: April-Mitte Mai Sa. und So. 10.00-17.00, Mitte Mai-Okt. Di.- So. 10.00- 17.00 Uhr).
Die Bildergalerie auf der Ostseite wurde 1755 bis 1764 nach Plänen von Johann Gottfried Büring erbaut, um die Sammlung Friedrichs II. aufzunehmen. Sie ist der älteste noch erhaltene Museumsbau in Deutschland. Auch wenn die ausgestellte Sammlung nicht mehr dem einstigen Zustand entspricht, spiegelt sie mit Bildern von Rubens, van Dyck, Vasari, Reni, Tintoretto und Caravaggio anschaulich den Geschmack Friedrichs II. wider (Öffnungszeiten: Mitte Mai-Mitte Okt. Di.-So. 10.00-17.00 Uhr). Im Holländischen Garten vor der Bildergalerie stellen acht Marmorbüsten die Herrscher aus dem Hau¬se Oranien dar.
Die Historische Mühle hinter dem Schloss ist eine Rekonstruktion der 1945 bis auf das Sockelgeschoss zerstörten originalen Mühle. Diese wiederum war 1790 als Nachfolgerin einer seit 1739 betriebe¬nen Bockwindmühle gebaut worden. Die Legende, dass ihr Geklap¬per Friedrich II. gestört habe, der Müller aber erfolgreich gegen den Abriss klagen konnte, hat sich tatsächlich als Legende entpuppt (Öff¬nungszeiten: April bis Okt. tgl. 10.00-18.00, Nov.-März nur Sa. und So. bis 16.00 Uhr).

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