Sanssouci 2

Park von Sanssouci
Obelisk und Obeliskportal, beide von Knobelsdorff, markieren den östlichen Beginn der Hauptallee. Die Hieroglyphen am Obelisken sind reines Schmuckwerk ohne Sinn; die Büsten am und beim Portal stellen römische Götter und Kaiser dar.
Südlich des Obeliskportals ließ Friedrich Wilhelm I. den Marlygarten anlegen, ursprünglich Küchengarten und 1850 von Lenne in einen zauberhaften Landschaftsgarten umgestaltet.
Er umgibt die 1845 bis 1848 als Gemeinschaftswerk von Persius, Hesse und Stüler errichtete Friedenskirche, die die Basilika San Cle- mente in Rom zum Vorbild hat. Wertvollstes Ausstattungsstück ist das in die Apsis eingefügte Mosaik aus der Kirche San Cypriano auf der Insel Murano bei Venedig (Ende 12. Jh.). Es wurde 1834 von Friedrich Wilhelm IV. erworben und ist eines von zwei Originalen italienisch-byzantinischer Mosaiken nördlich der Alpen. Unter dem Altar befindet sich die Grabstätte Friedrich Wilhelms IV. und seiner Frau Elisabeth, an der Nordseite des Atriums das Mausoleum Kaiser Friedrichs III. und seiner Frau Victoria, in dem seit 1991 auch der Sarkophag Friedrich Wilhelms I. aufbewahrt wird.
Beim Marylgarten befindet sich der zweite Haupteingang in den Park, das Grüne Gitter, das man vom Luisenplatz her erreicht.
Die Neptungrotte unweit nördlich vom Obeliskportal wurde 1751 bis 1754 von Knobelsdorff gestaltet. Die Riesenmuschel im Inneren ist aus vielen echten Muscheln zusammengesetzt.
Am Fuße des Weinbergs liegt das Rondell der Großen Fontäne mit Darstellungen der vier Elemente und Figuren der antiken Mytholo¬gie. Über die Glockenfontäne (1750) und das Musenrondell mit acht Marmorstatuen, von Glume um 1752 nach Entwürfen von Knobelsdorff geschaffen, erreicht man das Entführungsrondell, dessen vier Marmorgruppen (um 1750) von Georg Franz Eben- hech »Entführungen« der antiken Mythologie thematisieren: Rö-mer und Sabinerin, Paris und Helena, Pluto und Proserpina, Bac¬chus und Ariadne.
Von hier geht es nach Süden zum Chinesischen Haus, das die gan- ze Verspieltheit des Rokoko und die Chinamode der Zeit offen- bart ps Wurde 1754 bis 1756 nach Plänen von Johann Gottfried Bühring nach dem Vorbild des Türkischen Trefle im Schlosspark von Luneville erbaut. Es imitiert ein geschweiftes, von Säulen in Form von Palmbäumen getragenes Zelt, unter dem sich um einen runden Mittelsaal drei Kabinette gruppieren. Lebensgroße vergol¬dete Chinesenfiguren aus Sandstein – v. a. Teetrinker und Musi¬kanten – von Johann Peter Benckert und Johann Gottlieb Heymül¬ler beleben die Szene. Heute kann man hier Porzellane des 18. Jh.s. bewundern (Öffnungszeiten: Mitte Mai-Mitte Okt. Di.-So. 10.00 bis 17.00 Uhr).
Von der Glockenfontäne führt der Weg hinauf zu den Neuen Kam- mern, von wo man durch das Felsentor auf die Maulbeerallee und auf dieser zum Parterre vor der Orangerie kommt. Das marmorne Reiterstandbild Friedrichs II. hier ist eine Kopie von 1865 des Rauchschen Bronzebildes Unter den Linden in Berlin. Die oberen Terrassen entstanden 1855, die unterste, die Jubiläumsterrasse, 1913 zum 25-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelms II. Friedrich Wilhelm IV. plante ein großes sog. Höhenstraßenprojekt, von dem aber nur 1851 bis 1860 die Orangerie verwirklicht wurde. Den 300 m langen, Motive der italienischen Spätrenaissance und des Barocks verbindenden Bau führte Stüler nach Skizzen des Kö¬nigs und Entwürfen von Persius aus. Im zentralen Raffaelsaal nach dem Vorbild der Sala Regia im Vatikan sind Kopien von Gemälden des italienischen Renaissancemeisters sowie Skulpturen deutschrö¬mischer Bildhauer ausgestellt. Von beiden Türmen bietet sich ein © herrlicher Ausblick auf die Parkanlagen und auf Potsdam (Öff¬nungszeiten: Mitte Mai-Mitte Okt. Di.-So. 10.00- 17.00 Uhr).
Der westlich unterhalb der Orangerie gelegene Botanische Garten der Universität Potsdam wurde 1844 als Paradiesgarten nach ober¬italienischem Vorbild von Persius angelegt.

Von der Orangerie gelangt man zum Drachenhaus, 1770 von Gon- tard nach dem Vorbild der Pagode in Kew Gardens bei London als Winzerhaus erbaut.
Das 1770 bis 1772 entstandene Bel¬vedere auf dem Klausberg ist das letzte Bauwerk des 18. Jh.s in Sans¬souci. Unger nahm dafür ein Ge¬mälde Francesco Biarchinis aus der Sammlung Friedrichs II. zum Vor¬bild, auf dem das Macellum des Nero in Rom dargestellt ist.

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