Neukölln

Der Bezirk Neukölln im Süden Berlins hieß bis 1912 Rixdorf und setzt sich aus den Ortsteilen Neukölln im Norden und Buckow, Britz und Rudow im Süden zusammen. Einige fast dörfliche Flecken ma¬chen den Reiz eines Ausflugs hierher aus.
Der rund 56 ha große Park am Columbiadamm (U 7, U 8 bis Her- mannplatz), einst kurfürstliches Hasengehege, wurde 1838 von Peter Joseph Lemfe angelegt, war seit 1878 Garnisonsschießplatz und wur¬de 1936 bis 1939 in einen Volkspark umgewandelt. Für die Berliner ist die Hasenheide untrennbar mit dem Namen des »Turnvaters« Jahn verbunden, denn 1810 gründete Friedrich Ludwig Jahn hier den ersten Turnplatz Deutschlands. Daran erinnert ein 1872 aufge¬stelltes Denkmal von Erdmann Encke am Nordrand.
Als unerwarteter Fleck der Zurückgezogenheit erweist sich das Böh- mische Dorf rund um den Richardplatz (U 7 bis Karl-Marx-Straße), wo noch die Dorfschmiede aus dem 18. Jh. steht – sie ist die älteste Berlins – und Kutschen-Schöne nostalgische Gefährte vermietet. Kö¬nig Friedrich Wilhelm I. ließ hier 1737 böhmische Glaubensflücht¬linge siedeln, bis 1873 war »Böhmisch-Rixdorf« selbstständig. Heute noch pflegt die Brüdergemeine ihre Bräuche wie den gemeinsamen Ostergang zum »Böhmischen Gottesacker«. Idyll im Idyll ist der Co- menius-Garten, der an die Lehre des letzten Bischofs der Böhmi-schen Brüder Johann Arnos Comenius (1592 bis 1670) erinnert.
Südlich des Teltowkanals beginnt Britz (U 7 bis Parchimer Allee). Hier haben Bruno Taut und Martin Wagner die Hufeisensiedlung gebaut, eine der bekanntesten Großsiedlungen der Weimarer Repub¬lik. Kern der 1024 Wohnungen umfassenden Siedlung sind die 1924 bis 1927 errichteten Gebäude am Louise-Reuter-Ring.
Im alten Dorfkern zwischen Britzer Damm und der Straße Alt-Britz überblickt in malerischer Lage die alte Dorfkirche von einem kleinen Hügel aus den Dorfteich. Dem auf das 13. Jh. zurückgehenden Feld¬steinbau ist 1766 die Gruft (heute Sakristei) angefügt worden; die Kirche besitzt u. a. einen 1720 gestifteten Altar und eine spätmittelal¬terliche Nürnberger Messingtaufschale.
Westlich vom Dorfkern liegt an der Fulhamer Allee der Gutspark Britz mit Schloss Britz. Es geht zurück auf das Jahr 1547, erhielt seine heutige Gestalt aber 1706 durch den damaligen Gutsherrn Feldmar- schall von Erlach (Führungen Mi. ab 14.00 Uhr).
Im südlichen Britz erstreckt sich zwischen Buckower Damm und Mohriner Allee der Britzer Garten (U 7 bis Britz-Süd, dann Bus 144). Die weiträumige Parklandschaft ist beliebter Freizeitpark mit so originellen Punkten wie dem »Katastrophenbrunnen« oder der »Rhizomatischen Brücke«. Am Ostrand des Parks steht am Buckower
Damm die Britzer Mühle, eine hol¬ländische Windmühle von 1865 (Führungen: März-Okt. So. 11.00 bis 16.00 Uhr).
Die Buckower Dorfkirche (U 7 bis Johannisthaler Chaussee, dann Bus Xll, 172, 736) wurde 1220 bis 1250 erbaut. Der frühgotische Gra¬nitquaderbau mit dem Satteldach geht auf die Gründungszeit zurück, das spätgotische Kreuzgewölbe auf das 15. Jahrhundert. Der Westturm ist neben dem der Kirche in Ma¬rienfeld (►Tempelhof) der einzige seit dem 13. Jh. unverändert erhal¬tene Kirchturm Berlins und beherbergt eine Glocke aus der Er¬bauungszeit; eine zweite ist auf 1322 datiert. Das eindrucksvolle Epi¬taph für den 1412 in der Schlacht am Kremmener Damm gefallenen Johann von Hohenlohe gilt als das älteste Berliner Tafelbild.

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