Babelsberg

Das östlich gelegene Babelsberg ist der flächenmäßig größte Stadtteil Potsdams und hat sich als Film- und Medienzentrum (wieder) einen Namen gemacht. Hauptsehenswürdigkeiten sind das in einem wun¬derschönen Park stehende Schloss Babelsberg und das ehemalige UFA-Gelände; wer länger bleiben möchte, kann sich noch die am Griebnitzsee gelegenen, einst von UFA-Stars bewohnten Villen in Neu-Babelsberg (S-Bahnhof Griebnitzsee) sowie das bescheidene Jagdschloss Stern ansehen, das sich Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. 1730 bis 1732 erbauen ließ.
Der spätere Kaiser Wilhelm I. hatte 1833 den Babelsberg – nördlich des heutigen Zentrums – von seinem Vater Friedrich Wilhelm III. in Erbpacht erhalten und Schinkel mit dem Entwurf eines Schlosses für sich und seine Frau Augusta von Sachsen-Weimar, einer Verehrerin ◄ Bus des Tudorstils, beauftragt. Bereits Ende 1835 wurde der recht be- 694 ab S-Bahnhof scheidene Bau eingeweiht. Bald erhielt Schinkel den Auftrag für Er- Babelsberg Weiterungen, die nach seinem Tod Persius, Strack und Gottgetreu ausführten. Den ursprünglichen Schinkelschen Plan nach dem Vor¬bild von Schloss Windsor verwirklichte Persius teilweise mit dem östlichen Flügel. 1844 bis 1849 entstand durch Strack der westliche Teil im Stil einer spätromanischen Burg. Von der Schinkelschen In- nengestaltung ist nur noch wenig zu erkennen. Vom Schloss hat man einen schönen Blick über das zur Havel hin abfallende sog. Bowling- green hinüber zur Glienicker Brücke und zum Glienicker Park (Öff¬nungszeiten: März-Okt. Di.-So. 9.00- 17.00 Uhr).
Westlich des Schlosses erstreckt sich über rund 130 ha zwischen dem Tiefen See und der Glienicker Lake der von Lenne und später Fürst Pückler-Muskau gestaltete Park Babelsberg. Ein Spaziergang führt zur Glienicker Lake mit dem 1843 bis 1845 von Persius erbauten Dampfmaschinenhaus, dann zum 1841/1842 für die Damen des Hofes entstandenen Kleinen Schloss ganz im Westen und zum Mat¬rosenhaus, das für die Belegschaft der zum Schloss gehörenden Schiffe und Gondeln 1842 errichtet wurde. Von der Höhe grüßt das Wahrzeichen des Babelsberger Parks, der 40 m hohe Flatowturm, 1853 bis 1856 nach dem Vorbild des Eschenheimer Torturms in Frankfurt am Main erbaut. Auf der Bismarckbrücke unterhalb soll Wilhelm I. Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt haben. Nordöstlich vom Flatowturm steht die mittelalterliche, 1872 hierher versetzte Berliner Gerichtslaube, die dem Bau des Roten Rat¬hauses (►S. 285) weichen musste. Das Untergeschoss stammt unge¬fähr von 1280 und enthielt den Schöffenstuhl, darüber befand sich die 1485 erbaute Ratsstube.
An der Großbeerenstraße (Bus: 602, 690, 698) liegt das rund 45 ha große ehemalige UFA-Gelände, auf dem seit 1912 deutsche Filmge¬schichte geschrieben wurde. Heute produzieren in der Medienstadt Babelsberg zahlreiche Firmen sowie TV-Sender Kinofilme und TV- Serien. Touristisches Highlight ist der Filmpark Babelsberg. Hier kann man hinter die Kulissen schauen, u. a. Janoschs Traumland und die Gärten des Kleinen Muck besuchen, die Stuntshow im Vulkan verfolgen oder sich in das Kabinett des Dr. Caligari wagen (Öff¬nungszeiten: Mitte März-Okt. tgl. 10.00-18.00 Uhr). Neu am Bahnhof Medienstadt: das Exploratorium, Wissenschaft zum Anfas¬sen für Kinder (Di.-Fr. 8.30- 18.00, Sa. und So. ab 10.00 Uhr.

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